Magny Cours – Höhen und Tiefen
Unser RoPa Racing Team war am Wochenende beim Rennen in Magny Cours und kam so glücklich zurück, dass wir diesmal einen Fahrerbericht in ungeahnter Länge präsentieren können.
Lesen Sie von Windböen, abgerissenen Verkleidungen, kaputten Maschinen und einem Happy End – und um Ihnen die Freude der Fahrer möglichst direkt zu vermitteln diesmal im “uncensored original”.
Bericht aus dem Fahrerlager – Magny Cours
Magny Cours im Herzen Frankreichs gilt als eine der anspruchsvollste Rennstrecken in Mitteleuropa. Am Wochenende zuvor war die Formel 1 hier zu Gast, die wie immer einiges an Gummi auf der Strecke hat liegen lassen, wodurch das ganze dann für Motorräder nicht mehr so viel Grip aufbringt, wie uns eigentlich recht wäre. Zudem war die Wettervorhersage ehe windig, kalt und regnerisch, statt sonniges Motorradwetter.
Der Dauerregen hörte aber zum Glück rechtzeitig bei Ankunft in Magny Cours auf, wir hatten am Freitag morgen dann aber wieder leichten Regen zur Qualifying. Danach ging Steve´s Plan auf – denn direkt nachdem er einen Satz Regenreifen aufgezogen hatte, kam die Sonne durch, und wir hatten fast ideale Bedingungen. Wie gesagt nur fast – denn der stürmische Wind mit kräftige Windböen, war am Freitag morgen noch da.

Der erste Tiefpunkt kam dann auch prompt im zweiten Training am Freitag morgen. Marc war auf Verfolgungsjagd hinter Steve´s Ducati im Windschatten bei ca. 240 Km/h unterwegs, als eine so kräftige Windböe kam, dass die kompletten Verkleidungsseitenteile und Ölwanne von Steve´s Ducati abgerissen worden, und links und rechts davonflogen. Marc ist gleich in Deckung gegangen bevor noch was anderes davonfliegt, Steve fuhr aber eifrig weiter. Erst beim Passieren der gleichen Stelle in der nächste Runde, dachte er “Wieso liegt da meine Verkleidung auf der Strecke?”, machte dann langsam und rollte zurück in die Box. Alle Halterungen waren noch dran und fixiert- nur die Verkleidung hatte es komplett zerrissen wodurch es sich hat selbstständig machen können. Zum Glück konnte er aber neue Halterungen bauen, und die wiedereingesammelte Verkleidung einigermaßen wieder drauf befestigen.
Die anderen Team-Mitglieder Dietrich auf seiner MV und Andy auf Ducati, nutzten die Zeit, sich mit der Strecke vertraut zu machen, und die Rundenzeiten purzelten.
Am Samstag mittag dann der schwerwiegendere Tiefpunkt des Wochenendes – Dietrich fährt aus der Schikane mit Vollgas auf die Startzielgerade raus, und just in dem Moment beim Hochschalten, gibt seine MV Geräusche von sich, die sich nicht so anhörten, wie es sich normalerweise anhören sollte. Dazu dreht der Motor eifrig Hoch, ohne den gewohnten Schub nach vorne mitzuliefern. Also zurück in die Box, um das gesamte unter die Lupe zu nehmen. Ursprünglich denken wir, dass die Kupplung Ihren Geist aufgegeben hatte, erste beim zerlegen wird festgestellt daß der Kupplungskorb seinen Geist, bzw einige Metallteile vorloren hatte, die nun im Kupplung zumindest nicht mehr auffindbar sind. Die Metallteile der Kupplungskorb sind also irgendwo im inneren des vierzylinders unterwegs, und warten gerade drauf, sich durch den Getriebe, die Zylinderlaufbahnen, ventile oder sonstige Bestandteile der Ölkreislauf ihren weiteren Unheil anrichten zu können. Bei diese Diagnose war dann leider das Rennwochenende für Dietrich auch schon vorbei. Schade, denn erstens wird der Reperatur sicherlich einige finanziellen Resourcen in Anspruch nehmen, zudem war zu dem Zeitpunkt bereits 3te in der 750 cc Startaufstellung !
Am Sonntag morgen hiess es dann auch endlich wieder „Race Day“ , nur war das Wetter nicht mehr so stabil wie as Samstag der Fall war – dennoch blieb es Trocken, erst nach Ende unseren Rennens fing es dann auch wieder an zu Regnen. Das Rennen war – einen Traum. 
Steve war 3te in der V 2 Aufstellung, Marc 5te. Beide haben einen Super Start hingelegt, und schon nach die Hälfte der ersten Runde lag Steve in Führung, einige Kurven später war Marc auch bereits 3te. Steve legte einige 1 min 55er Rundenzeiten hin, machte keine Fehler, und kam dann mit beachtlichen 10 Sekunden vorsprung ins Ziel. Marc konnte seine Position halten, und kam strahlend mit seinen ersten 3 ten Platz ins Ziel. Andy musste in der 2 ten Runde Ausweichen durchs Kiesbett, konnte aber sitzen bleiben und fuhr dann einen einsamen Rennen bis ins Ziel.
Magny Cours – Magnifique !! Steve steht zum ersten Mal auf den obersten Treppe – genau an die Strecke wo er letztes Jahr zum ersten mal mit einen 5 ten Platz einen Pokal gewinnen konnte. Das Erste Sieg für das RoPa Racing Team – Zudem der erste 3te Platz im ESC für Marc, und auch noch das erste Mal daß 2 Fahrer des RoPa Racing Teams gleichzeitig aufs Podium gekommen sind. Applause !!
Nun sind wir inzwischen alle Gesund durchs Regen wieder nach Hause gekommen, Dietrich sucht einen neuen Motor, Steve sucht einen neuen Verkleidung, Marc und Andy suchen noch einen Paar Sekunden, und wir freuen uns schon auf unseren nächsten Rennen in Mugello, Anfang August.
Magny Cours? – Magnifique!!
Mehr Bilder hier.
Was bisher geschah … Erstes Rennen in Brno Zweites Rennen am Lausitzring eventONE auf dem Hockenheimring

























Tony Ossonich sagt
am 16.07.2007 @ 11:36 Uhr
Hallo Steve and Mark
herzlichen Glückwunsch zu dem schönen Erfolg und
WEITER SO !!!
Tony