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Wer gerne und oft fotografiert, wird irgendwann die Schönheit von Regentropfen erkennen. Mit der Kamera kannst du die Kraft der Natur in atemberaubenden Bildern vom Schneegestöber und fallenden Regentropfen einfangen. Du möchtest deine Kreativität austesten und neben herrlichen Sonnenschein-Bildern erste Regen Fotos machen? Hier kannst du nachlesen, worauf du bei schlechtem Wetter achten solltest und wie dir die schönsten Bilder draußen gelingen.

Wetter Fotografie: Regen Bilder mit den richtigen technischen Voraussetzungen fotografieren

Vor dem Fotografieren von Regentropfen muss die technische Komponente beleuchtet werden. Schließlich sollte deine Fotoausrüstung durch den Einsatz bei nassem Wetter nicht beschädigt werden. Das ist zu beachten:

  • Ist deine Kamera wassergeschützt oder lediglich spritzwassergeschützt? Im letzteren Fall machen ein Paar Tropfen nichts aus. Ein Wolkenbruch hingegen kann negative Folgen nach sich ziehen.
  • Wichtig bei Kameras mit Objektiven: prüfe, ob das montierte Objektiv gemeinsam mit der Kamera abgedichtet ist. In jedem gut sortiertem Geschäft oder online findest du für recht wenig Geld spezielle Gehäuse oder Abdeckungen.
  • Du hast gerade keine passende Abdeckung dabei? Dann kannst du beispielsweise einen Regenschirm als Regenschutz an der Kamera oder dem Stativ befestigen. Auch eine Plastiktüte ist geeignet. Diese befestigst du an der Kamera und schneidest ein Loch hinein, damit du deine Fotos machen kannst. Natürlich gelingen Regen Fotos auch, wenn du den strömenden Regen von überdachter Stelle aus fotografierst.
  • Denk außerdem daran, ein Stativ einzupacken – bei stark bewölktem Himmel wird es oft recht dunkel, sodass du ggf. längere Belichtungszeiten wählen musst.
  • Bring am besten einen externen Blitz mit, um zum Beispiel möglichst kurze Belichtungszeiten einstellen zu können.
  • Nimm ein Tuch mit, um gegebenenfalls deine Kamera oder die Linse zu trocknen.
  • Und zu guter Letzt solltest du selbst wetterfest angezogen sein. Es wäre schade, wenn du spektakuläre Nebel- oder Regenbilder verwackelst oder verpasst, weil dir zu kalt ist.

Tolle Motive bei schlechtem Wetter

Gewitter und verregnete Tage verbringst du am liebsten zu Hause auf der Couch? Mit unseren Tipps sind Regentropfen zukünftig dein neues Lieblingsmotiv!

  • Ein schönes Foto ist ein Portrait vor einer Fensterscheibe, wo du bei Regen meist auch angenehmes, weiches Licht vorfindest. Für eine ganz besondere Stimmung sorgt ein solches Setting in einem fahrenden Bahnwaggon.
  • Fotografiere das schlechte Wetter vor, während und nach einem starken Regenfall. Denkbar sind zum Beispiel die Formation der Wolken, das nasse Wetter an einem Baum, eine Vorher-Nachher-Reihe des trockenen Bodens, Makros von mit Wasser benetzten Steinen uvm.
  • Während des Regens stehen dir die meisten Möglichkeiten offen. Schöne Motive sind Fotos von Fensterscheiben mit Regentropfen im Vordergrund und unscharfen Bokeh-Lichtern im Hintergrund, einem schönen Regenbogen oder in Pfützen springende Kinder.
  • Du kannst wunderbar mit den Belichtungszeiten spielen. Mit einer offenen Blende kannst du den Regen im Hintergrund separat anstrahlen, um die Regentropfen in Bokeh-Kreise zu verwandeln.
  • Möchtest du einen fließenden Effekt kreieren? Dann benötigst du längere Belichtungen – z. B. von einer Zehntelsekunde oder mehr. Tipp: Nutze ein Stativ, wenn du kein verwackeltes Bild fotografieren möchtest. Außerdem muss das Modell gut stillsitzen können. Mit Blitzlicht zu arbeiten wird hier schwierig, da die meisten Blitze sehr schnell abbrennen und die Bewegung einfrieren – ein Einstelllicht oder schwach eingestelltes Dauerlicht ist deswegen eine gute Alternative.
  • Du könntest dem grauen Regenbild auf einer Straße oder in der Landschaft etwas Farbe entgegensetzen. Das kann ein knalliger Regenschirm sein, ein bunter Mantel oder eine Requisite voller unterschiedlicher Farben. Für Kontraste musst du – zum Beispiel durch die Beleuchtung – in den meisten Fällen selbst sorgen, da der bedeckte Himmel wie eine riesige Softbox wirkt.
  • Gehe ganz nah an ein beliebiges Motiv. Dann kannst du in Großaufnahme die Spiegelung der Tropfen fotografieren.
  • Gute Bilder mit tollen Effekten gelingen dir auch nach dem Regenschauer in und an Pfützen. Lass deinen Hund, die Kinder oder einen Stein hineinfallen und knipse die Wasserbewegungen.
    Bilder im Regen verlangen in erster Linie nach einem bereitwilligen Modell, ein wenig Geduld und einem konkreten Plan: Möchtest du beispielsweise den Regen einfrieren und einzelne Tropfen darstellen? Gerade am Anfang solltest du üben und vor allem nicht verzweifeln – fotografieren bei blauen Himmel ist sehr viel leichter als bei schlechtem Wetter!

Makroaufnahmen von Wassertropfen – so gelingt das Foto

Nachdem der Regenfall aufgehört hat, solltest du hinausgehen, um besonders schöne Naturbilder zu schießen. Beliebte Bilder nach einem verregneten Tag sind Grashalme, auf denen sich Tropfen sammeln, Spinnennetze oder bunte Blätter.

Um einzelne Tropfen hervorzuheben, benötigst du ein dediziertes Makroobjektiv oder einen Makro-Zwischenring – schließlich musst du sehr nah an das Motiv herangehen. Damit geht auch einher, dass du die Blende sehr weit schließen solltest, da bei geringem Abstand zu den Tropfen auch die Schärfeebene deutlich kleiner wird. Solche Aufnahmen gelingen daher am besten mit einem Stativ.

Pixum Tipp: Wenn sich die Motive nicht bewegen, ist hier die Anfertigung einer manuellen Schärfenreihe möglich: Mache verschiedene Fotos im manuellen Fokusmodus, bei der du den Fokus jedes Mal leicht nach hinten und nach vorne verschiebst. Im Anschluss kannst du digital ein kombiniertes Bild mit größerer Schärfeebene aus den Einzelfotos zusammensetzen.

Fotowalk zum Thema „Regen Fotografie“

Möchtest du noch intensiver die Fotografie „Regen“ lernen, dann ist es ratsam, an einem Fotowalk zum Thema „Regen Fotografie“ teilzunehmen. Wenn es anfängt zu regnen, gehst du mit einem professionellen Fotografen durch die Straßen und die Natur auf der Suche nach dem perfekten Regentropfen Motiv. Auch ein Fotokurs in deiner Region eignet sich dafür, die Grundlagen der Makrofotografie zu lernen. Tipp: die schönsten Bilder deiner Fotosession solltest du in einem Pixum Fotobuch drucken lassen, das dank seiner ausgezeichneten Druckqualität Farben und Kontraste hervorragend zur Geltung bringt!

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