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Jedes Jahr an Silvester verzaubern überall auf der Welt Feuerwerke Jung und Alt. Aber auch während des Jahres kannst du bei großen Events diese spektakulären Lichtspiele beobachten und fotografieren. Es gibt Veranstaltungen, wie die Kölner Lichter, die einzig und alleine den Fokus auf die Durchführung von professionellen Feuerwerken legen. Solche Momente bieten die einzigartige Möglichkeit, Raketen und deren Farbenpracht auf Fotos festzuhalten. Doch: Kamera aufs Stativ gestellt, Bildausschnitt gewählt und los – so einfach ist es leider nicht. Mit unseren fünf Tipps geben wir dir für das Fotografieren von Feuerwerken eine Anleitung an die Hand. Damit gelingt der ultimative Schnappschuss garantiert.

Ein Mann fotografiert ein Feuerwerk mit dem Smartphone.

Tipp 1: Gute Fotos brauchen das richtige Objektiv

Hast du eine richtige Kamera? Du kannst zwar auch mit dem Smartphone die Farbvielfalt des Feuerwerks vorm schwarzem Nachthimmel einfangen, die Ergebnisse sind jedoch sicherlich nicht vergleichbar mit denen einer Spiegelreflex- oder Bridgekamera. Da diese über ein besseres Equipment verfügen, kannst du mit den richtigen Einstellungen sehr gute Bilder machen. Deswegen beziehen sich unsere Foto-Tipps im Folgenden auf die Verwendung deiner Kamera mit Objektiv und Stativ.

Die entscheidende Frage bei der Wahl des Objektives ist die Nähe zum gewünschten Motiv sowie die Wetterprognose. Zunächst erscheint es logisch, auf ein Teleobjektiv mit hohen Brennweiten zu setzen. Denn schließlich ist das Feuerwerk ja am Himmel, also weit weg. Aber aufgepasst! Ein solches Objektiv ist nur bei klarer Sicht zum Fotografieren von Feuerwerkskörpern geeignet. Leicht unterschätzt man die tatsächliche Entfernung. Das Ergebnis: Der Bildausschnitt ist zu klein, der Moment für das perfekte Foto verpasst. Daher gilt ein Weitwinkel-Zoom als richtige Wahl, zum Beispiel mit 18-55 mm. Der Trick: Du solltest dann natürlich nicht allzu weit entfernt sein vom Geschehen. Also wähle den richtigen Standort frühzeitig aus.

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Tipp 2: Fotografieren mit festem Stand

Bei einem Feuerwerk ist der richtige Zeitpunkt zum Fotografieren schwer zu ermitteln. Alles ist in Bewegung, die Kameraeinstellung kann nicht permanent angepasst werden. Der nächste Schritt nach Wahl des Objektives und des Standortes ist demnach das Aufstellen eines Stativs. Dadurch kannst du die Einstellungen deiner Kamera konstant beibehalten. Denn schon kleinste Bewegungen übertragen sich auf die Kamera und führen zu unschönen Verwacklungen bei der Aufnahme. Dies fällt dann leider erst zu Hause am Computer auf.

Feuerwerk am Nachthimmel

Deswegen: Nutze in jedem Fall ein Stativ! Ansonsten musst du dir einen Standort suchen, an dem du die Kamera abgelegen kannst. Und hier noch einer der besten Tipps: Verwende für jedes Bild den Fernauslöser. Denn schon beim manuellen Auslösen überträgt sich Bewegung auf die Kamera und verhindert gute Ergebnisse.

Tipp 3: Die passende Belichtung für gute Ergebnisse

Licht und Dunkelheit bilden bei Feuerwerken am Himmel eine große Herausforderung für Fotografen. Es ist daher gut zu wissen, welche Einstellungen du für Blende und ISO-Wert im manuellen Modus vornehmen solltest. Die Anforderungen können je nach Equipment leicht variieren.

Wähle einen ISO-Wert zwischen 50 und 200. Die Einstellungen für einen möglichst niedrigen ISO-Wert können allerdings je nach Kamera schwanken. Lasse die Blende fast geschlossen, zwischen f11 und f16. Je weiter die Blende geöffnet ist, desto mehr Licht fällt auf den Sensor. Bei dunkleren Feuerwerk-Farben wie Blau und Lila kann die Blende für deine Bilder also etwas weiter geöffnet sein. Bei helleren wie Rot sollte die Einstellung der Blende eher geschlossen sein.

Was du unbedingt wissen solltest: Mit einer durchschnittlichen Verschlusszeit wäre das Bild bei einer eher geschlossenen Blende ziemlich dunkel. Die Lösung für eine perfekte Aufnahme ist die richtige Belichtungszeit. Diese sollte möglichst lang sein. Hierfür stellst du vor dem Fotografieren die Belichtungszeit auf 30 Sekunden oder länger. Allerdings ist dies mit einigen Kameras nicht so schnell und einfach möglich. Ein Trick: Im Bulb-Modus (B) oder im manuellen Modus (M) sollte es klappen. Wenn du ein Bild im RAWFormat fotografierst, erhält die Kamera alle Bildinformationen, die der Bildsensor aufgenommen hat. Dies kann für dich im Nachhinein hilfreich sein, um für zukünftige Aufnahmen zu lernen, welche Einstellungen am besten funktioniert haben..

Feuerwerk über Großstadt

Tipp 4: Umgebung miteinbeziehen für besondere Bilder

Ein interessanter Aspekt beim Fotografieren von Feuerwerken ist, diese in den besonderen Kontext der Umgebung zu stellen. Sehenswürdigkeiten einer Stadt (wie zum Beispiel bei den Kölner Lichtern der Dom) oder Landschaften komplettieren das Bild. Hier zeigt sich die wahre Kunst der Feuerwerksfotografie, denn es geht darum, einen guten Bildaufbau zu schaffen.

In der Stadt sind Sehenswürdigkeiten und markante Gebäude oft angestrahlt und fügen sich so gut in das Spektakel aus Licht und Dunkelheit ein. Laternen dagegen werden durch die längeren Belichtungszeiten zu hell und lenken den Blick vom Geschehen ab.

Pixum Tipp: Vermeide es, dich mit deinem Stativ in einer Menschenmenge zu postieren. Hier kann es passieren, dass Personen durch dein Bild laufen oder deine Kamera sogar versehentlich umgeschmissen wird. Besser ist es, sich rechtzeitig einen etwas erhöhten Platz zu sichern. Wer gute Fotografien machen möchte, sollte genügend Vorbereitungszeit vor dem Event einplanen.

Tipp 5: Erste experimentelle Schritte wagen

Übung macht den Meister! Schon bald werden deine Feuerwerksfotos Strahlkraft und eine besondere Einzigartigkeit aufweisen. Das Ausprobieren gehört einfach dazu. Und schon bald wirst du dich an neue Herausforderungen heranwagen, wie zum Beispiel überlange Belichtungen bei den Kamera-Einstellungen, um mit dem Licht „malen“ zu können. Oder du nutzt das Feuerwerk als Hintergrund für Porträts!

Mann steht vor Feuerwerk
Egal welche Zielsetzung du mit deinen Fotos verfolgst, ob du lieber klassisch oder experimentell fotografierst: Für den entsprechenden Feuerwerk-Modus solltest du nicht den Autofokus der Kamera verwenden, da er mit der Dunkelheit am Abend überfordert ist. Nutze den manuellen Fokus und stelle ihn auf einen bestimmten Punkt ein, danach solltest du ihn so belassen.

Dein Foto in Szene gesetzt – der Pixum Tipp: Jedes Feuerwerk ist eine flüchtige Erscheinung. Hast du mit deiner Fotografie einen magischen Moment festgehalten, so kannst du diesen als Pixum Wandbild besonders in Szene setzen. Für Feuerwerksfotografie empfehlen wir insbesondere den Galerie-Print und das Foto hinter Acrylglas, da diese den Aufnahmen einen besonders schönen Tiefeneffekt geben.

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