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Kinder sind eines der schönsten, aber auch schwierigsten Motive auf Bildern. Die Kleinen sind ständig in Bewegung und man hat oft nur wenige Sekunden, um den Augenblick einzufangen. Damit verwackelte, unterbelichtete Schnappschüsse der Vergangenheit angehören, gibt dir Familienfotografin Leni Moretti fünf Profi-Tipps für schöne, authentische Kinderfotografie.

1. Natürliches Licht

Da möchtest du einen unwiederbringlich schönen Moment mit deinem Kind festhalten und hast am Ende nur ein unscharfes Foto auf dem Smartphone, das so gar nicht der Realität entspricht? Verwackelte Bilder sind oft das Resultat von zu wenig Licht.

Bei Innenaufnahmen fotografierst du Kinder am besten auf einem Bett, Sofa oder Sessel in der Nähe eines Fensters. Also so nah wie möglich an der Lichtquelle! Und am besten in Richtung des Lichteinfalls, also vom Fenster in den Raum hinein. Als Faustregel kannst du dir merken: Je mehr Licht, desto heller und schärfer werden deine Kinderfotos.

Und natürliches Tageslicht – drinnen oder draußen – ist immer schöner für natürliche Kinderaufnahmen als Kunst- oder Blitzlicht.

vier Kinder in natürlichem Licht.
© Leni Moretti

2. Das Glück des Augenblicks

In den eigenen vier Wänden ergeben sich viele schöne Alltagsmomente, die du mit deinen Kindern einfangen kannst. Viele Ecken im Haus bieten besondere Motive. Einige Beispiele:

  • Beim Wochenendfrühstück
  • Im Bett beim Kuscheln
  • Mit dem Lieblingskuscheltier
  • Wenn die Kinder baden
  • Beim Schlafen

In solchen ganz alltäglichen Situationen entstehen die authentischsten Aufnahmen deiner Kinder.

Kindern beim Herumtoben.
© Leni Moretti

3. Mit Spaß und Spiel

Die schönsten Kinderporträts entstehen oft in Momenten, in denen sich die Kinder unbeobachtet fühlen. Lebendige, spontane Aufnahmen ohne künstliches Kamera-Lächeln bekommst du durch Ablenkung und Interaktion. Zum Beispiel auf dem Spielplatz, beim Toben mit den Eltern oder wenn sie in ihr Lieblingsspiel vertieft sind.

Der Trick vom Profi: Fotografiere die Kleinen nicht nur allein, sondern auch mit Mama, Papa, den Geschwistern oder Großeltern im Bild. Das sind wertvolle Erinnerungen und je mehr Interaktion es gibt, desto schneller vergessen sie die Kamera. Also statt professionellem Fotoshooting auch zwischendurch einfach mal zu deiner Kamera greifen, so entsteht im Idealfall ein besonderes Familienfoto!

Dabei stellt sich die Frage: Welche Kamera sollte man für Kinderfotos verwenden? Es gilt: Die beste Kamera ist die, die du zur Verfügung hast. Das kann auch dein Smartphone sein. Gerade dann solltest du auch den nächsten Punkt beachten! Wenn du eine Spiegelreflex nutzt, solltest du manuellen Fokus wählen, da sich Kinder viel bewegen. Die Belichtungseinstellungen können aber automatisch sein.

Alltagssituationen mit Kindern.
© Leni Moretti

4. Auf den Hintergrund achten

Für schöne Bilder von Kindern solltest du dir ausreichend Zeit nehmen, auch um ganz bewusst den Blickwinkel zu wählen. Es macht einen Unterschied, ob du Kinder vor einem bunten oder einfarbigen Hintergrund fotografierst. Ist dieser unruhig, lenkt er vom Fotomotiv ab.

Ein klarer Hintergrund dagegen stellt das Kind in den Mittelpunkt. Oft reicht es schon, für einen besseren Bildausschnitt ein paar Schritte nach links oder rechts zu gehen oder die Perspektive zu ändern. Als Fotograf oder Fotografin hast du es selbst in der Hand, während deine Familie einfach den Moment leben kann.

Besonders tolle Bilder entstehen auch, wenn du die Blende an deiner Kamera sehr weit öffnest, so dass der Hintergrund unscharf wird.

Kinder vor neutralem Hintergrund.
© Leni Moretti

5. Kreative Blickwinkel

Es gibt viele unterschiedliche Ausschnitte, wie du Kinder fotografieren kannst, jeder hat eine ganz andere Wirkung. Aus der Vogelperspektive kannst du mit etwas Kreativität besondere Momente aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel festhalten. Manchmal reicht es schon, wenn du auf einen Stuhl oder eine Bank steigst. Mit der Froschperspektive von unten bekommst du auch sehr originelle und schöne Kinderfotos.

Eine einzelne Situation (z.B. während das Kind auf dem Bett liest) kannst du aus unzähligen Perspektiven fotografieren: von weit weg (mit dem ganzen Zimmer) und ganz nah (der konzentrierte Gesichtsausdruck), von oben oder unten, mit Gegenlicht oder Seitenlicht. Hier eröffnen sich viele kreative Möglichkeiten, die deine Kinderfotos zu etwas Besonderem machen.

Kinderbilder aus verschiedenen Perspektiven,
© Leni Moretti

Leni Moretti ist Familienfotografin aus Berlin und deutschlandweit für ihre intime, authentische Familienfotografie bekannt: www.lenimoretti.com.

Leni Moretti

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